fail2ban

Wie, was, fail2ban?

Wir experimentieren neuerdings mit fail2ban, um Bruteforce-Angriffe auf bestimmte Dienste abzufangen. Das Programm durchsucht Logs nach einem vorgegebenen Schema und kann, wenn dieses Schema mehr als x mal in Zeitraum y gefunden wurde, Aktionen durchführen, wie beispielsweise die IP-Adresse blockieren. Die Konfiguration ist auf allen unseren Hosts die gleiche, hier mal am Beispiel von crater:

[root@crater ~]# fail2ban-client status
Status
|- Number of jail:	6
`- Jail list:		apache-joomla-login, apache-wp-login, apache-auth, apache-friendica-load-prevention, ssh-iptables, wp-spam

Unsere Regeln

Das Prinzip ist immer das selbe. Da der Filter für die Wordpress-Loginmaske am meisten anschlägt, hier mal die dahinter liegende Konfiguration:


Update auf node.js v0.10.33

Ein frisches node.js ist auf allen Servern verteilt, weitere Informationen dazu wie gewohnt im Wiki

Die Symlinks unter /package/host/localhost sind angepasst:

nodejs -> nodejs-0
nodejs-0 -> nodejs-0.10
nodejs-0.10 -> nodejs-0.10.33

Wenn ihr also einen von den obigen Pfaden in eueren Scripten benutzt, reicht es, den Dienst einfach neu zu starten.


POODLE: SSLv3 via HTTPS deaktiviert

Schon den ganzen Tag gerüchtete es, dass im Laufe des 15. Oktober nach Heartbleed und Shellshock eine weitere Sicherheitslücke mit großem, Internet-weiten Ausmaß angekündigt wird. Inzwischen sind die Details dazu publik.

Wie bei vergangenen SSL-/TLS-bezogenen Angriffen (CRIME, BEAST, etc) hat dieser Angriffsvektor mit POODLE (Padding Oracle On Downgraded Legacy

Encryption) von Google ein durchaus aussprechbares und einprägsames Akronym als Namen erhalten - auch wenn POODLE sowohl ohne dedizierte Webseite als auch ohne ein dramatisches Logo auskommen musste.


Update auf Python 3.4

Wir haben heute auf allen Host das python-3.4.1 verteilt. Weitere Informationen findet Ihr in unserem Wiki


Ein Haufen neuer PHP-Versionen

Wir haben heute auf allen Host neue PHP-Versionen verteilt. Im Detail wären das dann die folgenden:

  • 5.3.29
  • 5.4.33
  • 5.5.17
  • 5.6.1

Alle diese Versionen sind gegen die libxml Version 2.9.1 gelinkt da dieses hin und wieder im Support angefragt wurde. Wie diese PHP-Versionen nun zum Einsatz kommen können wird im Wiki sehr detailiert beschrieben.


Updates: phpMyAdmin & Roundcube

Wir haben heute Nachmittag kurz und schmerzlos Updates für phpMyAdmin (4.1.14.5) und Roundcube (1.0.3) auf allen Hosts verteilt.

Warum wir nicht die aktuelle ‘stable’-Version von phpMyAdmin nutzen, nämlich den 4.2-Zweig, ist auch ganz schnell erklärt: Wir setzen auf unseren Hosts aktuell MySQL 5.0 (CentOS 5) sowie 5.1 (CentOS 6) ein. Leider hat phpMyAdmin den Support für Versionen <5.5 aber mit dem 4.2.3-Release eingestellt. phpMyAdmin erhält aber auch in Version 4.1 noch regelmäßig Sicherheitsupdates.


Von Banken und welche Länder sie so böse finden

Aus der Münchner Abendzeitung im Mai dieses Jahres:

Dieser Spaß ging nach hinten los: In einer Überweisung an einen Freund trug ein Münchner im Januar als Verwendungszweck unter anderem „bin laden“ ein – und geriet so ins Fadenkreuz der Ermittler.

Sein Name steht nun zehn Jahre auf der schwarzen Liste der Bundesbank, wegen des nicht begründeten Verdachts der versuchten Terrorfinanzierung.

Der Titel des Artikels bezeichnet den fraglichen Verwendungszweck als “schlechten Witz”, aber das, was hier ein noch viel schlechterer Witz ist, ist ja wohl die völlig wahnsinnige Folge einer simplen Überweisung, deren Zusammenhang mit tatsächlicher Terrorfinanzierung man ja nun wirklich arg in Zweifel ziehen kann. Als wenn ein Geldwäscher Überweisungen mit dem Verwendungszweck “Geldwäsche” tätigen würde, oder Bombenbauer ihre Lieferanten per Überweisungen mit “10kg Plutonium gem. Auftragsbestätigung vom …” bezahlten.


Mini-One-Stop-Shop ... habt ihr sie noch alle?

Ab 2015 ändert sich die Behandlung der Umsatzsteuer bei Privatkunden im europäischen Ausland, was die Lieferung von elektronischen Gütern angeht. Bisher galt, dass der Anbieter in dem Land, in dem er sitzt, eben die Umsatzsteuer jenes Landes erhebt. Das bedeutet: Wenn ich mir bei Amazon ein MP3-Album kaufe, beinhaltet der Preis 15% luxemburgische Umsatzsteuer - und nicht etwa 19% deutsche Umsatzsteuer. Da Amazon für MP3s - die ausschließlich an Privatkunden verkauft werden - ohnehin keine Rechnungen mit ausgewiesener Umsatzsteuer erstellt, fällt das kaum jemandem auf. Ein in Deutschland beheimateter MP3-Lieferant hingegen müsste 19% Umsatzsteuer berechnen, was logischerweise in höheren Endkundenpreisen resultiert. Für Unternehmen führt das dazu, dass es lukrativer sein kann, sich in einem Land anzusiedeln, das möglichst niedrige Umsatzsteuersätze hat.


Warum es sinnvoll ist, Domains und Hosting zu trennen

Kundenbindung

Über Jahre und Jahrzehnte hinweg haben insbesondere Massen-Webhoster den Eindruck entstehen lassen, Domains und Hosting seien untrennbar miteinander verbunden: Wollte man irgendwo einen Webspace haben, brauchte man zwingend eine Domain dafür. Hatte man schon eine, musste man sie zwingend zum Hostingprovider umziehen.


"Ich kann alle User sehen!"

Nicht oft, aber doch hin und wieder bekommen wir Hinweise bzw. Anfragen von Usern, die sich darüber wundern (oder sich auch daran stören), dass man bei uns sehen kann, welche User es so auf einem System gibt. Manche finden das unschön; andere sehen uns in diesem Punkt als „tiefenentspannt“, manche sehen darin auch eine schwere Sicherheitslücke - die es aber faktisch gar nicht ist.

Die kurze Antwort ist: „Das ist bei Unix eben so“.